Tensegrity

Tensegrity ist ein englisches Kunstwort aus tension (Zugspannung) und integrity (Ganzheit, Zusammenhalt) und bezeichnet ein dem Künstler Kenneth Snelson und dem Architekten Richard Buckminster Fuller zugeschriebenes Bauprinzip.

Bei Tensegrity-Konstruktionen werden starre Elemente (z. B. Stäbe) und Zugelemente (z. B. Seile) so miteinander verbunden, dass ein sehr stabiles aber auch flexibles Gebilde entsteht, in dem sich die starren Elemente gegenseitig nicht berühren und nur durch die Zugelemente miteinander in Beziehung stehen.

Auch wenn unser kultureller Konsens momentan den menschlichen Körper noch als eine Art Haus begreift, bei dem Knochen wie Ziegel aufeinander sitzen und durch einen Mörtel aus Sehen und Gewebe starr miteinander verbunden sind, entspricht das Tansegrity-Modell doch eher den tatsächlichen Verhältnissen. Vor allem manuell arbeitende Ärzte und Therapeuten haben erkannt, dass die Tensegrity-Prinzipien auch in unserem Körper eine wichitge Rolle spielen: Knochen (starre Elemente) sind durch Sehnen und Gewebe in Zugspannung so miteinander verbunden, dass ein äußerst flexibler Tensegrity-Körper entsteht.

Für menschliche Bewegung bedeutet dies, dass sie nicht länger ein isoliertes Geschehnis in einem Teil des Körpers ist, sondern dass jede Bewegung stets den gesamten Körper betrifft.